Logbuch 2014


Tintenfische trocknen vor einer Ouzerie auf Lipsi, Griechenland

Hinweis: Fotos unten anklicken für grössere Ansicht!


Herbsttörn 2014

Zwei Wochen in den griechischen Inseln des Dodekanes unterwegs: Didim - Lipsi - Patmos - Leros - Kalimnos - Bodrum - Nisiros - Symi - Knidos - Didim, 235 sm

 

Wunderbares Segelwetter mit starkem Meltemi (NW-Wind in der Ägais) erwartet uns. Am ersten Tag bläst es gar mit über 30 kn - wir beschliessen unsere Mägen zu schonen und erst Mal einen Landtag einzulegen und besuchen die Ruinen des weltweit grössten Apollon-Tempels in Didim.

Am nächsten Tag sind wir bei halbem Wind und tollem Sonnen-schein zügig unterwegs zu unseren ersten beiden Inseln Lipsi und Patmos. Speziell Lipsi ist uns ans Herz gewachsen.

 

Highlight Nisiros: Die Vulkaninsel überrascht uns mit ihrem spektakulären Krater und den heimeligen Dörfern auf dem Kraterrand.

 

Je weiter südlich wir gelangen, desto wärmer das Wetter und leichter der Wind. In Simi erleben wir nochmals einige Tage Sommer im Oktober bei bis zu 30 Grad Luft- und 25 Grad Wassertemperatur. Auftanken für den mitteleuropäischen Winter ist angesagt!

 

Simi ist ein Bilderbuchdorf, dass mehr italienisch als griechisch wirkt: Kein Wunder, hatten die Italiener die Insel vom 1. bis zum 2. Weltkrieg besetzt.

Wie nahe einem geschichtliche Ereignisse - auch zeitgenössische sind, erfahren wir beim Ausklarieren: Bei der Hafenpolizei und ebenso bei der Küstenwache warten Dutzende von Menschen vor dem Büro, die griechischen Beamten sind gestresst.

Ich schaffe es, irgendwie dazwischen meine Stempel zu bekommen und frage, woher all diese Menschen kommen, die Antwort bereits ahnend: Syrien!

Es sind Flüchtlinge, die irgendwie übers Meer gekommen sind und hier auf den Start in ein besseres Leben hoffen. Mögen sie ihr Glück finden!


Sommertörn 2014

Unterwegs vom 6. Juli bis 1. August 2014, 

Route: Didim - Samos - Sigacik - Sarapdere - Cesme - Khios - Ouinousses - Plomari - Mithimna - Bademli - Föca - Ayvalik - Mithymna - Sigri - Phournoi - Arki - Patmos - Lipsi - Didim

565 Seemeilen (1050 km)

 

Unser Plan ist es, dem vorherrschenden sommerlichen Meltemi (NW-Wind) auszuweichen, indem wir der türkischen Küste nordwärts folgen, Lesbos umrunden und mit dem Meltemi im Rücken wieder auf Südkurs gehen.

 

Mit unseren Gästen verbringen wir tolle Tage voller Sonne, Wärme und Wind beim Segeln, Baden, Schnorcheln, SUP (stand up paddling) und auf spannenden Landgängen.

 

Die letzten Tage geniessen wir nur zu zweit und können mit viel Freude feststellen, dass wir auch auf See ein gutes Team sind!


Schiffsübernahme und Frühlingstörn 2014

Übernahmetag am 5. April 2014
Übernahmetag am 5. April 2014

Vom Kaufentschluss bis zur Schiffsübernahme vergehen drei lange Monate, aber am 5. April ist es endlich soweit: Ein neuer Lebensabschnitt kann beginnen, nicht mehr nur virtuell sondern ganz real - hands on!

 

Der Voreigner geht mit mir einen ganzen Tag lang das Schiff durch. Maschine, Generator, Wassermacher, Elektronik - all die Technik kennen- und beherrschen lernen, macht mir etwas Angst. Aber vom Schiff und seinem Zustand bin ich begeistert. Dem Schiff wurde sehr gut Sorge getragen in seinen ersten zehn Jahren.

 

Einige Tage später dann die erste Ausfahrt, allein. Ich übe vor dem Hafen erst mal etwas unter Maschine manövrieren - rückwärts fahren ohne Bugpropeller will gelernt sein...

Dann geht's los unter Segeln. Mein erster Eindruck von meiner neuen Jacht: Die kann segeln, nur ich muss es erst noch lernen mit ihr!

Mein zweiter, bei voller Fahrt vorne auf dem Bugkorb stehend: Das ist Freiheit, darum segle ich!

 

Nach einer Woche kommen meine Partnerin und Tochter in Didim an und sind auch begeistert vom neuen Schiff. Am nächsten Tag geht es los Richtung Gökova-Golf, einem wunderbaren Naturschutzgebiet an der Südwestecke der Türkei.

 

Unsere Stationen: Gümüslük - es gibt nicht nur Gemüse dort... Bodrum, wo die Marina soviel kostet wie ein Hotel.

Alakisla Bucht, wo wir unseren Anker so perfekt in einem Fels verkeilen, dass mir nur noch das Kette kappen bleibt. Claudia meint, das sei unsere Opfergabe ans Meer... Die hat gut reden, muss keinen neuen Anker plus Kette für 800€ kaufen!

Karacasögut mit der tollen Anlage von Global Sailing Academy ist ebenfalls ein Highlight. Siehe Link.

 

Auf dem Rückweg stoppen wir in der Turgutreis Marina, wo wir ein türkisches Paar kennenlernen, die eben ihre HR 43 fit machen für eine Weltumsegelung. Vielleicht folgen wir ja auch bald in deren Kielwasser? Link zu deren Webseite.

 

Claudia und Tara haben ihre Seetaufe sehr gut überstanden und sind begeistert. Das macht mir wiederum grosse Freude!