Nachhaltig unterwegs

Nachhaltig leben und auch auf dem Meer unterwegs sein ist mir ein grosses Anliegen. Mit dem Ziel, mein Segelboot möglichst energieunabhängig und umweltfreundlich zu machen, habe ich in den letzten Jahren viele Anstrengungen unternommen.

 

Auf den ersten Blick denkt man vielleicht: Klar, mit dem Segelboot sind wir doch sehr umweltfreundlich unterwegs. Wir brauchen nur den Wind... Ja, aber... lautet wohl auch hier die Antwort.


Energie

Der Wind muss zum Segeln aus einer bestimmten Richtung und mit einer gewissen Stärke blasen, sonst ändert man den Kurs, bleibt gleich ganz im Hafen oder eben, man startet den Motor. Was häufiger vorkommt, als man denkt. In den letzten Jahren im Mittelmeer legten wir ca. 45% der Strecke unter Dieselmotor zurück. Gut unterhalten und sparsam gefahren verbraucht unser Schiffsdiesel etwa 3.5l/h.

 

Auf einem Segelboot muss alle Elektrizität selber produziert werden. Auf Moira haben wir deshalb insgesamt 450Wp an Solarpaneln installiert. Diese laden tagsüber unsere Batterien, damit wir Instrumente, Kühlschränke, Autopilot und Beleuchtung betreiben können. Strom sparen ist wichtig an Bord, weshalb wir alle Halogen-Leuchten gegen LED getauscht haben.

 

Zudem haben wir eine Entsalzungsanlage an Bord, um immer über genügend Trinkwasser zu verfügen. Für deren Hochdruck-Pumpe produziert ein kleiner Dieselgenerator die nötige Energie.

Im Hafen sind wir dadurch unabhängig von Landstrom und Wasser, von welchen an vielen Orten eine Knappheit herrscht.


Ernährung

An Bord von Moira sind wir mehrheitlich vegetarisch unterwegs und bieten dir eine Vegi-Challenge. Selbstverständlich nehmen wir aber Rücksicht auf die Wünsche unserer Gäste.


Abfall

Beim Einkaufen kaufen wir womöglich auf offenen Märkten ein und im Supermarkt lassen wir Verpackungen gleich da. Was nicht an Bord kommt, muss auch nicht entsorgt werden.

An Bord bemühen wir uns Abfall zu trennen und an Land auch zu recyceln, was nicht überall einfach ist, weil die entsprechende Infrastruktur fehlt. Grüngut geht auf offenem Meer klein geschnitten über Bord, ebenso wie die Abwässer aus den Toiletten. In den meisten Häfen gibt es leider noch keine Abpumpstationen für unsere Fäkalientanks und zumindest im Mittelmeer landen Abwässer sehr oft sowieso immer noch im Meer!

Siehe dazu


Bootsunterhalt

Bei Seifen und Waschmitteln achten wir darauf,  solche mit hoher biologischer Abbaubarkeit zu verwenden. Beim Tanken achten wir, dass kein Treibstoff ins Wasser gerät.

Das Unterwasserschiff muss mittels Biozid-haltigen  Antifouling-Farben vor Bewuchs geschützt werden. In den letzten Jahren gibt es hier erfreuliche, da weniger toxische Entwicklungen. Viele dieser neuen Produkte müssen aber erst noch den Praxisbeweis erbringen. Für 2019 haben wir aus verschiedenen Gründen nochmals auf ein herkömmliches Antifouling gesetzt.