Meine Reise

"Lebe dein Leben als ob es jemand zu deinem Vorteil manipuliert hat." Rumi

Meine Reise ist aus dem Wunsch die Weltmeere zu ersegeln und der Sehnsucht nach Freiheit geboren. Es folgt, was ich bisher dabei gelernt habe.

 

Zu Beginn glaubte ich, dass ich vor allem neue Orte kennenlernen und Menschen treffen wollte und dass segeln nur die passende Reiseform dafür sei. Nun finde ich aber heraus, dass es mir mehr um das Unterwegssein als um das Ankommen geht. Einfach auf See sein, den Elementen von Wind, Wellen und all dem immensen Raum begegnen, ist erfüllend. Das brummende Leben in Städten mit vielen Menschen, Aktivität und Gerede ermüdet mich schnell. Zeit in der Natur verbringen, wie etwa schwimmen an einem einsamen Ankerplatz oder an Land gehen für einen Spaziergang am Strand oder im Wald. Es erlaubt mir, in Verbindung zu bleiben mit der äusseren ebenso wie mit meiner inneren Welt. Wertschätzung und ein Wunsch zu erhalten und zu beschützen ergibt sich ganz von alleine.

 

Wenn sich die Umstände mit deinem Lebenstraum in eine Linie bringen, zögere nicht und mach den Sprung. Ängste sind ein Zeichen, dass du in die richtige Richtung gehst. Alles andere wird folgen. Sei gefasst auf das Unbekannte und dich mit dem Unerwarteten auseinanderzusetzen. Du wächst mit jeder Herausforderung, die du dir stellst. Vertrauen und echte Kraft bilden sich für die nächste Herausforderung, die dir das Universum zuwirft.

 

Freiheit kann man nicht verstehen, bis man sie ergründet. Die meisten wären wohl der Meinung, dass über den Ozean segeln zu können, wo immer dein Herz dich hinzieht, wohl der Definition von Freiheit ziemlich nahe kommt. Was wir uns am stärksten wünschen, suchen wir meist ausserhalb unserer selbst. Es ist daher ziemlich natürlich, dass wir verkörpern wollen, was wir für frei sein halten: Unabhängig sein, irgendwann irgendwohin reisen können, was du brauchst immer dabei zu haben, dein eigenes kleines schwimmendes Zuhause.

 

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt meiner Freiheitssuche vermute ich, dass diese über all dies hinausgeht und letzten Endes ein Geistes- oder Herzenszustand ist. Ich fühle mich frei, wenn ich komplett offen bin und das, was mir der jetzige Moment zeigt,  total akzeptieren kann. Zugegeben, um diesen Zustand öfter erleben zu können, mag es wohl besonders fördernde Umstände geben. Und um die Welt zu segeln ist ein wunderbarer Weg, diesem Zustand zu erleben.

 

In der griechischen Mythologie heissen die drei Göttinnen des Schicksals Moira: Die erste legt den Lebensfaden aus, die zweite misst ihn ab und die dritte schneidet ihn durch. Der Voreigner hat das Boot so getauft und der Name gefiel mir sehr gut, so dass ich ihn behielt. Er beschreibt wunderbar, dass sich die Dinge ständig verändern und dass wir längst nich so viel Kontrolle über sie haben, wie wir glauben. Gelegenheiten kommen und zeigen sich. Es liegt bei uns, sie zu ergreifen, denn sie werden sicherlich vorüber gehen.