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Karibik, Teil 3

Unsere letzten beiden Stops in der Ostkaribik sind St. Barth’s und Nevis. St. Barth’s erinnert doch sehr stark an die Côte d’Azur. Ein Haarschnitt in St. Barth’s kostet 80$ und in Nevis 8$. Ich bin froh, in Nevis noch mal ganz ins geerdete und lebensnahe Karibische Feeling eintauchen zu können. 

 

Freunde hatten mir von Los Roques, Venezuela erzählt. Ein der Küste von Venezuela vorgelagertes riesiges Archipel von kleinen und kleinsten Palmeninseln umgeben von Riffen, die zum Schnorcheln einladen - tönt verlockend, wenn es nur nicht im krisengeschüttelten Venezuela gelegen wäre… Wir entscheiden uns trotzdem, direkt dorthin zu segeln und dürfen feststellen, dass unsere Sorge völlig unbegründet ist und es hier sicherer als mancherorts in der Ostkaribik ist. Nach dem Einklarieren (an vier verschiedenen Orten) können wir uns unsere eigene Insel zum Ankern aussuchen.

Es gibt nur ein Handvoll andere Jachten hier und diese sammeln sich wie oft an einigen wenigen Orten. Noch verlassener sind die Islas Aves auf dem Weg zu den ABC-Inseln. Hier treffen wir nur einige Fischer an, die vor Ort campen und sonst gibt es nur weisse Sandstrände mit türkisfarbenem Meer und dem tiefblauen Himmel darüber.

 

Wir wären gerne noch einige Tage in diesem Paradies geblieben, aber Andrea muss bald zurückfliegen. Wir segeln über Nacht bis Willemstad, Curaçao. Die Hafeneinfahrt ist grandios: Eine antike Pontonbrücke wir eigens für uns zur Seite geschwungen und anschliessend passiert man unter einer Autobahnbrücke, die eher aussieht wie ein Stück Achterbahn (und sich beim Rüberfahren auch so anfühlt!). Die Marina im Industriehafen ist dagegen weniger glamourös.

 

Tara und ich verabschieden Andrea und motoren gegen den Wind nochmals einige Tage zurück nach Bonaire, welches als eines der weltweit besten Tauchparadiese gelten soll. Bei solchen Affichen bin ich immer etwas vorsichtig, aber in diesem Fall… wow! Seit 1979 sind alle Küstengewässer der Insel geschützt als Meeres-Naturpark und man darf nirgends frei ankern. Dafür gibt es genügend gut unterhaltene Bojen, wo man festmachen kann. Direkt vom Boot aus kann man hier ein sehr lebendiges Korallenriff bestaunen, umgeben von zahlreichen und verschiedenartig bunten Fischen, die nur wenig Scheu haben vor uns Menschen.

Wir buchen einen Tauchkurs bei Hens. Er leitet Tara und mich toll an und führt sie beim Tauchgang ständig, so dass es für uns alle ein tolles und sicheres Erlebnis wird!

 

Doch bald ist auch Taras Zeit an Bord um - kurz gesagt: Sie möchte nicht abreisen und ich würde sie auch gerne noch da behalten!

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