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Côte d'Azur

Die berühmte Côte ist das Ziel für diesen Herbst. Das Schiff werden wir in Port Napoléon bei der Rohnemündung auf dem Trockenen überwintern lassen. Aber erst mal der Reihe nach:

Von Korsika aus segle ich an der Südküste Elbas entlang bis Scarlino in der Nähe von Follonica in der Toskana. Dort kommt Claudia wieder an Bord. Sie ist mit Freunden angereist, die das gleiche Boot haben wie wir. So gibt es viel auszutauschen und fachzusimpeln.

 

Wir segeln dann weiter nach Giannutri und Giglio, das wegen der Costa Concordia Katastrophe bekannt geworden ist. Den Fels, wo das riesige Kreuzfahrtschiff aufgelaufen ist, umschiffen wir mit dem nötigen Respekt und auch im Gedenken an die bei dieser Dummheit umgekommenen Menschen.

 

Auf Elba gefällt uns Porto Azzurro mit seiner grossen Reede (für Nicht-Nautiker: Ankerplatz vor dem Hafen) besonders. Via die Bucht von Fetovaia an der Südküste geht es zurück nach Saint-Florent auf Korsika durch den dichten Fährverkehr. Next stop ist Calvi, das ich Claudia gerne zeigen möchte, weil es einfach herzig ist.

 

Die letzte längere Seestrecke (ein Tag und eine Nacht) für dieses Jahr bringt uns rüber an die Côte in die grosse Ankerbucht von Villefranche. Von hier aus besuchen wir Nizza und das geht so: 1. Alles wasserfest im Rücksack verstauen 2. Dingi (Beiboot) flott machen, Motor starten (funktioniert meistens auf Anhieb) und in den Hafen fahren 3. Sicheren Platz finden, wo das Dingi den Tag über festgebunden werden kann 4. Treppen steigen bis zur Bushaltestelle und 5. Dort auf den Bus warten und bis ins Stadtzentrum fahren.

 

Unsere weiteren Stationen entlang der Côte sind Antibes, Cannes mit den Iles Lerins, Saint-Tropez, Ile Saint-Cros und Porquerolles, Cassis und die Calanques und schliesslich Marseile, wo wir im Vieil Port mitten im Stadtzentrum liegen. Von dort ist es nur noch ein 4-Stunden-Törn bis zum Winterliegeplatz.

 

Das Highlight sind für mich sicherlich die Regatten der klassischen Holzsegler in Cannes und Saint-Tropez, von denen ich hunderte von Fotos mache, teils jage ich die Jachten mit dem Dingi, um auch Nahaufnahmen machen zu können, was gar nicht so leicht ist, damit die Aufnahmen nicht verwackeln und ich nicht in deren Weg bin.

 

In Port Napoléon erwarten uns zehn Tage Unterhaltsarbeiten und eine Rückreise mit Bus und Zug in die Schweiz. Das Gute daran: Man hat keine Gepäcklimite wie im Flugzeug. Das Schlechte: Man muss alles schleppen!

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